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Macht Schikane spaß ? Offene Frage an alle Arge - Mitarbeiter !

"Wie kommt man als ausführendes Organ (Amtsleiter & Sachbearbeiter der Arge), mit den Hartz - Vorschriften klar ?" Leider sehe ich mich gezwungen, diese Frage einmal öffentlich zu stellen. Mir geht es einfach nicht in den Kopf, dass man diese Arbeit ohne Gewissensbissen ausführen kann ! Viele Sachbearbeiter müssen doch erkennen, dass gerade sie dazu verpflichtet werden, Not ins Land zu bringen. Gerade ihre Tätigkeit ist in meinen Augen eine unzumutbare Arbeit ! Manchmal stellt sich mir die Frage, ob man diese Tätigkeit, in den Argen, mit dem Schießbefehl an der ehem. Deutsch-Deutschen Grenze vergleichen muss ! Denn auch dort wurde ja nur auf Anweisung, gehandelt. Allerdings möchte ich hier nicht alle Sachbearbeiter über einen Kamm scheren, sondern ausdrücklich die Personen ansprechen, die sich auch über viele Vorschriften hinweg setzen und bestrebt sind, den Hilfesuchenden auch wirklich Hilfe zu gewähren. Die anderen Bearbeiter, welche sich lustvoll erregen, wenn sie ihre Machtposition ausreizen können, möchte ich hier zwar auch erwähnen, jedoch nicht ansprechen. Mich irritieren oft die unterschiedlichen Handlungsweisen, der Sachbearbeiter sowie Amtsleiter, von den Argen. Da kommen oft viele verschieden Bescheide, für gleich lautende Anträge unter völlig identischen Bedingungen, ans Tageslicht ! Liegt dies nun an der Laune, Qualifizierung oder an dem Ermessensspielraum der Bearbeiter ? Im folgendem nachweislichem Beispiel, dürfte die Frage erlaubt sein, wofür es Richtlinien, Ausführungsbestimmungen und Gesetze gibt ? - Wie kann es eine unterschiedliche Gewährung von Beträgen zu einer Klassenfahrt geben, wenn zwei Antragsteller den Antrag für die selbe Klassenfahrt stellen ? Wohnort, Schule, Klasse, Dauer der Fahrt sowie Ziel und Termin, ja sogar Geschlecht der Kinder sind völlig identisch. Wer soll da verstehen, dass dort nach unterschiedlichen Kriterien gewährt wird ? Eine Ausrede findet sich immer schnell aber es soll ja nicht um dieses Beispiel gehen, sondern um die eigene Überzeugung der Sachbearbeiter zu ihrer Tätigkeit ! Denn ich habe auch durchaus nette Sachbearbeiter kennen gelernt, die allerdings immer nach kurzer Zeit, nicht mehr an ihrem Platz gesessen haben ! Ob sie wohl zu gut mit ihren "Kunden" umgegangen sind ? - Wie fühlt sich ein Sachbearbeiter, der (Beispielsweise) an einer Mutter von 4 Kindern einen Ein Euro-Job vermitteln soll, obwohl dieser Bearbeiter ganz genau weiß, dass sich die Lebensverhältnisse durch diesen Job und den zusätzlichen Kosten für den Hilfsbedürftigen 100% ig verschlechtern ? - Was geht im Kopf eines Sachbearbeiters vor, wenn er einen Antrag auf Mehrbedarf ablehnen muss, obwohl er von der Notwendigkeit selbst überzeugt ist ? Kann man seine eigenen Entscheidungen dann wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren, oder tut man es einfach mit den bestehenden Vorschriften ab und fertig ? - Auch die Anweisung von Zwangsumzügen und Ablehnungen vom eigenen Wohnraum, z.B. bei jungen Familien (U25), kann ich mir nicht gerade leicht vorstellen. Dass aber eine Umgehung dieser Vorschriften in vielen Fällen möglich ist, wurde zur Genüge bewiesen. Man macht es nur nicht. Dabei stelle ich mir immer wieder die Frage, warum nicht ? Erfolgsprämien, die Angst um den eigenen Arbeitsplatz oder Pflichtbewusstsein ? Mir kann man aber auf keinen Fall erzählen, dass man sich mit diesen Gesetzen im Einklang zu seinem Gewissen befindet und nur seine Arbeit vernünftig machen will. - Noch schlimmer, stelle ich mir die Arbeit in der Grundversorgung SGB XII vor. Hier wissen alle Bearbeiter, dass es kaum Hilfesuchende gibt, die sich neue Möbel kaufen können oder auch mal neue Bettwäsche, von kaputt gegangenen Elektrogeräten ganz zu schweigen. Trotzdem dürfen sie die Beihilfen nur Darlehensweise gewähren ! Ich selbst, habe allerdings auch gute Erfahrungen machen dürfen, wo Sachbearbeiter alle Möglichkeiten ihres so genannten Ermessungsspielraumes gezogen haben und man ein Gefühl der Anteilnahme erhalten hatte. Immer wieder werden die Schikanen und Drangsalierungen der Hilfesuchenden publiziert aber von Seiten der Arbeitsagenturen hört man immer nur, es gab Unstimmigkeiten. Mehr nicht. Deshalb möchte ich einfach mal fragen, wie sich die Ausführenden fühlen, wenn sie die Gesetze einer diktatorischen Machtriege durchsetzen (müssen, wollen oder dürfen) ?

Quelle: Detlef Rochner, freier Autor


http://www.haertefallfamilie.de

 

 

 

 


 
 
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